manege 1

generationen: vorbereitung für den wandel

 

seit einiger zeit leisten sich namhafte architekten eigene museen, archive und stiftungen. herzog & de meuron errichteten ein büroarchiv in basel, meinhard von gerkan den architektursalon in hamburg, richard meier das model museum in new york und toyo ito sein architekturmuseum auf der insel omishima. eine ganze generation von architekten – diskursführer der vergangenen jahrzehnte – widmet sich ihrem vermächtnis. personelle wie rechtliche nachfolgeregelungen bestimmen die zukunft ihrer büros, die sich von künstlerateliers zu großunternehmen gewandelt haben. damit einhergehend wechseln an zahlreichen bekannten schulen prägende figuren in den ruhestand. blitzlichter auf einen prozess, der erst begonnen hat. wie jedoch werden die freiräume besetzt und mit welchen ambitionen? sind bereits neue paradigmen zu erkennen, die den architektonischen ausdruck der jüngeren architekten kennzeichnen? lässt sich die veränderung der welt und der disziplin architektur in den arbeiten nachrückender generationen ablesen oder werden bereits etablierte erfolgsrezepte fortgesetzt? legitimieren schließlich die beobachtungen ein denken in generationen oder hat sich die fortwährende suche nach den charakteristika einer generation, der generationenbegriff selbst, längst überholt? die erste ausgabe der manege für architektur wagt sich an ein umfassendes, bislang wenig bearbeitetes thema. dabei geht es uns nicht um die konstruktion eines generationenkonflikts, sondern um die analyse und dokumentation des wandels innerhalb der disziplin sowie seiner auswirkungen auf und potenziale für die architektur und ihre umwelt.

 

beiträge von und gespräche mit: eva-maria barkhofen, bernhard böhm, markéta březovská, buero kofink schels, adria daraban & martin bachem, valéry didelon, christian heuchel, florian idenburg, taro igarashi, christina jauernik, m-a-u-s-e-r, eeva-liisa pelkonen, wolf d. prix, manfredo di robilant, petr šmídek & jan kristek, ansgar staudt, ./studio3, wolfgang tschapeller, sophia ungers & anja sieber-albers, westner schührer zöhrer, michael young & kutan ayata